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Falschgold – daran erkennen Sie gefälschtes Gold

Falschgold – das sollte jeder Goldkäufer wissen

Gold gehört zu den beliebtesten Anlagemöglichkeiten, wenn es um die Vorsorge für Krisen geht. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn immer wieder gelangt Falschgold auf den europäischen Markt, besonders aus China und Osteuropa schwappt es zu uns herüber. Meist werden dazu weniger wertvolle Metalle und Legierungen wie Wolfram, Tombak oder Messing verwendet, die mit einer dünnen Goldschicht überzogen werden. In der Regel werden Barren häufiger gefälscht als Münzen, da das Prägen falscher Münzen als zu aufwändig gilt und gefälschte Münzen für Fachmänner relativ leicht zu erkennen sind. Anders sieht es bei Barrenfälschungen aus, welche oft nur schwer als solche auszumachen sind. Können auch Laien gefälschtes Gold erkennen?

Goldfälschungen in der Vergangenheit

Gold faszinierte die Menschen schon immer. Schon die alten Könige und Kaiser schätzten das Edelmetall, weshalb es sich schnell zum Zahlungsmittel entwickelte. Das lockte aber auch Betrüger an, die meistens Goldlegierungen herstellten, um mehr Münzen aus einer geringeren Menge Gold fertigen zu können. Bis heute wurden diese Methoden immer raffinierter, Falschgold ist immer schwerer zu erkennen. Besonders spektakulär war ein Betrug aus New York im Jahr 2012, als ein Anleger Goldbarren im Wert von über 100.000 US-Dollar kaufte. Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass es sich dabei mitnichten um reine Goldbarren handelte. Denn nachdem der Besitzer einen Barren aufgebohrt hatte, stieß er darin auf ein graues Metall – Wolfram. Dieses war nur von einer feinen Goldschicht überzogen. Die Barren waren äußerst professionell gefälscht und verfügten sogar über eine Seriennummer und den Stempel eines renommierten Herstellers. In Deutschland sorgte ein Fall im Jahr 2015 für Aufsehen. Die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung hatte damals viele Kleinanleger mit gefälschten Goldbarren betrogen. Übrigens kann nicht nur Gold, sondern auch Silber, Platin und Palladium gefälscht werden.

Wie kann man gefälschtes Gold erkennen?

Vor über 2.000 Jahren war es der griechische Mathematiker Archimedes, der die erste zuverlässige Methode erfand, Goldfälschungen zu entlarven. Er sollte herausfinden, ob die Krone seines Königs aus echtem Gold bestand. Lange zerbrach er sich den Kopf darüber, wie er diese Aufgabe erfüllen könnte, ohne die Krone zu zerstören. Des Rätsels Lösung fand er erst, als er sich in eine Badewanne setzte und dadurch das Wasser über den Rand lief. Er erkannte nämlich, dass das Volumen seines Körpers eine bestimmte Menge Wasser verdrängte. Als er die Krone und anschließend einen gleich schweren Goldbarren in ein Gefäß mit Wasser legte, verdrängte die Krone mehr Wasser und musste bei gleichem Gewicht über ein größeres Volumen verfügen. Es handelte sich also nicht um reines Gold.

Diese Methode kann auch heute noch genutzt werden, um Legierungen zu erkennen, die sich in der Dichte von Gold unterscheiden. Wolfram beispielsweise besitzt aber eine ähnliche Dichte wie das Edelmetall und ist deshalb schwieriger zu erkennen. Man sollte deshalb auf jeden Fall auf die klassischen Merkmale, die auf einem Barren aufgeprägt sind, achten. Diese sind

-Stempel mit dem Namen des Herstellers

-Hinweis über das Metall (Gold, Feingold, fine gold, pure gold o.ä.)

-Angabe des Feinheitsgrad

-Gewichtsangabe

Zusätzlich werden die meisten Barren mit Echtheitszertifikat geliefert. Sind diese Merkmale nicht vorhanden, sollte man stutzig werden. Sind sie allerdings vorhanden, garantiert auch das noch keinen reinen Goldbarren. Deswegen haben sich einige Hersteller besondere Sicherheitsmerkmale ausgedacht. Der Kinebar Goldbarren beispielsweise verfügt über eine Art aufgeprägtes Hologramm, welches sich auf der Rückseite des Barrens befindet und nur sehr schwer zu fälschen ist.

Für den Goldschmuck zu Hause reicht oft schon die Magnetprobe. Ist der Schmuck magnetisch, handelt es sich nicht um reines Gold. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, muss seine Goldprodukte zum Experten bringen. Dieser kann mit modernen Methoden gefälschtes Gold erkennen. Eine effektive Methode ist die Ultraschallmessung. Denn die Schallgeschwindigkeit unterscheidet sich für Gold und andere Metalle sowie für Legierungen deutlich.

Schon beim Kauf Betrüger enttarnen

 

Grundsätzlich ist es wichtig, schon beim Goldkauf Vorsicht walten zu lassen und nur bei seriösen Händlern oder Banken Gold zu erwerben. In Deutschland wird Gold beispielsweise häufig an Autobahnraststätten oder Bahnhöfen angeboten. Dabei handelt es sich sehr oft um Falschgold. Auch im Internet gibt es immer wieder Betrüger, die mit verlockenden Angeboten locken. Ein zertifizierter Goldhändler kann hingegen für die Echtheit seiner Produkte garantieren. Im Voraus sollte man stets Goldpreise verschiedener Quellen vergleichen. Ein seriöser Goldhändler verkauft seine Produkte in der Regel nie zu Preisen, die deutlich unter den aktuellen Kursen liegen. Besonders Affekthandlungen sollte man unterlassen, denn ein Edelmetallhandel sollte stets gut geplant werden. Möchte man bei einem Händler Gold kaufen, dem man nicht zu 100 Prozent vertraut, kann man sich die Meinung eines Dritten hinzuholen und das Produkt von einem Juwelier überprüfen lassen. Ein Betrüger wird sich darauf nicht einlassen, da er fürchten muss, dass seine Tarnung auffliegt und eine Strafanzeige gestellt wird.