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Der IWF veröffentlicht Anleitung zur Bargeldabschaffung:


In einem aktuellen Bericht des IWF zur schrittweisen Abschaffung des Bargelds wird die Empfehlung ausgesprochen, erstmal in kleinen Schritten zu beginnen. Erstens soll damit die Einführung des komplett bargeldlosen Zahlungsverkehrs schleichend herbeigeführt werden, damit bei der Bevölkerung ein Gewöhnungseffekt eintritt. Und zweitens solle bei der Umsetzung der Maßnahmen nicht nur der Staat eine Rolle spielen, sondern auch Unternehmen stärker eingebunden werden.


So heißt es, dass in einer digitalisierten Welt Bargeld ja nicht nur unnütz und unpraktisch sei, sondern auch gefährlich und teuer. Dabei wird das Argument aufgeführt, wer nichts zu verbergen habe, der brauche ja auch kein Bargeld.


Man solle mit der Bargeldabschaffung in mehreren kleinen Schritten beginnen, indem zunächst die Bargeldobergrenze herabgesetzt wird und dann die großen Scheine abgeschafft werden. Dann solle sich der Staat aus taktischen Gründen erstmal aus regulierenden Maßnahmen zurückziehen und stärker auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen setzen, die den bargeldlosen Zahlungsverkehr für kleine Beträge implementieren sollen. 


Hier soll vor allem die Zahlung kleiner Beträge über das Smartphone umgesetzt werden. Typische Barzahlungen wie der Kaffee zwischendurch, das Brot beim Bäcker, Zahlungen am Kiosk usw. sollen dann auch mit dem Smartphone möglich werden, damit ein schleichender Gewöhnungseffekt eintritt. Insbesondere Schweden wird hier als lobenswertes Beispiel für reibungslosen, bargeldlosen Zahlungsverkehr angeführt. Dass dort bereits versuchsweise mit der Implantation von Chips unter die Haut begonnen wurde, sei hier nur am Rande erwähnt.


Als bedeutungsvolle Vorteile der Bargeldabschaffung werden folgende Argumente genannt: Weniger Transaktionskosten insgesamt, Mehreinnahmen durch mehr besteuerbares Vermögen, Mehreinnahmen der Banken durch Erhebung von Negativzinsen und Transaktionsgebühren, größerer Einfluss der Zentralbanken auf die Zinspolitik, Bekämpfung der Kriminalität.


Die im Bericht genannten Nachteile sind: Zu erwartende Proteste in der Bevölkerung, kurzfristiger Rückgang des privaten Konsums, Menschen ohne Smartphone haben keinen Zugang zu ihrem eigenen Geld, Arme  oder Kinder bzw. Menschen ohne Konto und/ oder Smartphone sind vom Zahlungsverkehr komplett ausgeschlossen.


Betrachtet man die Vorteile der Bargeldabschaffung, dann wird ein wesentlicher Punkt allerdings ausgeblendet. Nämlich die Tatsache, dass in Zeiten wo Banken keine Zinsen mehr zahlen und sogar Strafzinsen auf Vermögen einführen, die Gefahr zu groß ist, dass Sparer ihr Vermögen einfach von der Bank abheben. Dieses wird dann in Form von Bargeld in Schließfächern, privaten Tresoren oder unter dem Kopfkissen gelagert und entzieht sich der staatlichen Kontrolle. Dabei darf  auch nicht vergessen werden, dass bei einer Bankpleite das Risiko des Vermögensverlustes letztlich ja auch beim Sparer liegt. 


Da die hohe Staatsverschuldung aber förmlich nach Negativzinsen schreit, um der Lage Herr zu werden, wird Bargeld damit nun zum Feind der Notenbanken. Die offiziellen Gründe der Bargeldgegner ( Bekämpfung von Terror, Schwarzarbeit, Geldwäsche etc.) erscheinen damit eher vorgeschoben. In Wahrheit geht es darum, den Sparer weiterhin an die Banken mit ihrer Zinspolitik zu binden und ihn somit wehrlos auszuliefern.