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Physisches Gold oder Goldwertpapiere – was lohnt sich mehr?

Physisches Gold vs. Goldwertpapiere

Gold spielt im Leben des Menschen schon immer eine wichtige Rolle. Bereits in der Antike waren die Menschen begeistert von dem glänzenden Edelmetall. Später entwickelte es sich zum weltweit anerkannten Zahlungsmittel. Heute dient es vor allem zur Herstellung von Schmuck und als Geldanlage. Doch wer heute in Gold investieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Während viele Anleger den Kauf von physischem Gold bevorzugen, schwören andere auf die Investition in Goldwertpapiere. Beide Anlageformen haben Vor- und Nachteile, die man vor einem Kauf genau gegeneinander abwägen sollte.

Physisches Gold kaufen: Vor- und Nachteile

Der offensichtlichste Pluspunkt für eine Anlage in Gold ist dessen Wertbeständigkeit. Seit mehreren tausend Jahren hat Gold seinen Wert niemals ganz verloren – im Gegenteil. Betrachtet man die Kurve des Goldpreises des letzten Jahrhunderts, sieht man, dass sich der Goldpreis vervielfacht hat. Durch den Kauf von Barren und Münzen besitzt man ein physisches Gut, dass auch in Zeiten von Krisen und Inflation erhalten bleibt. Auch im Falle eines völligen Zusammenbruchs einer Währung bleibt physisches Gold wertbeständig. Das liegt vor allem daran, dass der Mensch Gold nicht beliebig vermehren kann, wie er es mit Geld machen kann. Freunde des physischen Goldes freuen sich deshalb vor allem über Wertbeständigkeit und Krisensicherheit ihrer Anlage.

Edelmetalle zu lagern bedeutet allerdings einen finanziellen Aufwand, da entweder ein Safe für zu Hause angeschafft oder ein externes Schließfach gemietet werden sollte. Weil der Goldpreis in US-Dollar angeben wird, kann der Anleger auch durch Schwankungen der Währungskurse Geld verlieren oder gewinnen.

Das macht die Goldwertpapiere aus

Beim Handel mit Papiergold erwirbt der Anleger kein Gold, sondern lediglich Wertpapiere, die sich am Goldpreis orientieren und an der Börse gehandelt werden. Zum einen gibt es hier die Möglichkeit, in Goldzertifikate oder Goldfonds zu investieren. Diese bieten den Vorteil, dass sich der Investor gegen Währungsschwankungen absichern kann. Allerdings kostet dies den Anleger Gebühren in Höhe von zwei bis vier Prozent im Jahr. Über die Lagerung und damit verbundenen Kosten muss man sich hier keine Sorgen machen. Der Investor trägt dafür aber ein höheres Risiko. Geht nämlich der Emittent Konkurs, werden auch die von ihm ausgebeben Zertifikate wertlos und der Anleger verliert sein Vermögen.

Im Gegensatz zu den Goldzertifikaten orientieren sich Gold-ETCs direkt an physischem Gold. Das bedeutet, dass das Ausfallrisiko für den Anleger geringer ist. Denn er investiert in eine bestimmte Menge Gold, die er sich auf Wunsch auch nach Hause liefern lassen kann. Der Nachteil dieser Anlageform liegt darin, dass der Investor für das physische Gold ebenfalls jährliche Lagerkosten bezahlen muss, die einen bestimmten Prozentsatz der investierten Summe ausmachen. Möchte er sich dann sein Gold tatsächlich zusenden lassen, fallen wiederum, meist sehr hohe, Liefergebühren sowie Versicherungskosten an. Geht der Emittent Pleite, verliert der Anleger übrigens auch hier sein eingesetztes Kapital.

Fazit

Die Goldwertpapiere sind vor allem für kurzfristige Investments geeignet, da hier in erster Linie auf die Goldpreisentwicklung spekuliert wird, ohne dass physisches Gold tatsächlich bewegt wird. Sie können leichter ge- und verkauft werden als echtes Metall. Die ETCs bieten dabei eine größere Sicherheit, da sie sich auf physisches Gold stützen, allerdings ist dessen tatsächliche Lieferung mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Aus diesem Grund ist es sinnvoller, sich von vornherein physisches Gold zu kaufen, wenn man das Edelmetall besitzen möchte. Nur dann kommt man in den Genuss, die Wertbeständigkeit des Goldes auf seiner Seite zu wissen. Die Investition in physische Edelmetalle bietet sich deshalb besonders für diejenigen an, die eine langfristige Geldanlage suchen, die sicher gegen Krisen und Inflation ist. Dennoch ist sie prinzipiell auch für diejenigen geeignet, die eher kurzfristig auf den Goldpreis spekulieren möchten.