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Goldgewinnung früher und heute – und in der Zukunft?

Bereits seit tausenden von Jahren schätzen Menschen das Gold. In früheren Zeiten war es sehr beschwerlich, das gelbe Metall zu fördern. Heute erledigen das modernste Technik und neueste physikalische Verfahren. Doch Experten gehen davon aus, dass die momentan erreichbaren Goldvorräte der Erde in etwa 20 Jahren zu Neige gehen. Wie kann in Zukunft Gold gefördert werden und welche Auswirkungen könnte eine Goldknappheit haben?

Der Goldabbau im Laufe der Zeit

Schon seit der Antike wurde Gold abgebaut. Damals wurde es vor allem in Seifenlagerstätten gewonnen. Sklavenarbeiter mussten dort unter menschenunwürdigen Bedingungen goldhaltiges Gestein aus Felsen herausklopfen. In großen Wasserkanälen wurde das Gold dann aus dem Stein herausgewaschen. Im Mittelalter stieg die Fördermenge rapide an. Überall in Europa wurde das Edelmetall in Bergwerken abgebaut. Auch in Deutschland gab es in dieser Zeit Goldvorkommen. Gleichzeitig wurden im Mittelalter aber auch zum ersten Mal große Goldvorräte aus Afrika nach Europa gebracht. Später brachten die großen Goldräusche das begehrte Metall zu Tage. Der bekannteste ist der Goldrausch von Kalifornien. Ab 1848 versuchten dort tausende Menschen, durch das Goldwaschen reich zu werden. Dabei siebten sie durch einfache Tröge und Waschrinnen Nuggets aus den Flüssen. Heute wird das Edelmetall industriell in riesigen Goldminen abgebaut. Zu diesem Zweck wird Gestein gesprengt und anschließend zermahlen. Die Überreste werden mit einer Zyanidlösung übergossen, wodurch sich das Edelmetall aus dem Gestein löst. Auch Quecksilber wird zur Goldgewinnung eingesetzt. Es wird auf Sand gegeben, in dem Goldstaub vorhanden ist. Quecksilber und Goldstaub verbinden sich nun miteinander. Wird das Gemisch erhitzt, verdampft das Quecksilber und es bleibt reines Gold, das anschließend zu Goldbarren und -münzen oder Schmuck verarbeitet wird.

Goldgewinnung in der Zukunft

Einige Experten gehen davon aus, dass bei gleichbleibender Fördermenge die Goldreserven der Erde bald erschöpft sein könnten. Das hängt aber vor allem davon ab, ob in Zukunft noch größere Vorkommen entdeckt werden, denn immer wieder werden neue Abbaugebiete erschlossen. Entscheidend für den Abbau einer neuen Goldquelle ist, dass dieser sich aus wirtschaftlicher Sicht lohnt. Ist das Vorkommen zu gering oder schwer zugänglich, ist dies in der Regel nicht der Fall. Durch die Weiterentwicklung der Technologien könnte sich dies allerdings ändern und die Gewinnung von schwer erreichbarem Gold doch rentabel werden. Da sich das gelbe Edelmetall an sich zudem nicht verbraucht, wird es auch stets durch Recycling wiedergewonnen. Die aktuelle Fördermenge von etwa. 2.700 Tonnen wird sich langfristig voraussichtlich nach Expertenmeinung nicht mehr bewahren lassen können.

Welche Auswirkungen könnte eine Goldknappheit haben?

Immer wenn die Nachfrage auf dem Markt höher als die Fördermenge ist, steigt der Goldpreis. In der Vergangenheit geschah dies zum einen in Zeiten von Krisen. Während der Wirtschafts- und Finanzkrise beispielsweise kletterte das Edelmetall auf sein Allzeithoch von 1920 US-Dollar je Feinunze, weil die Menschen Angst hatten, ihr Geld zu verlieren und deshalb in Gold und Silber investierten. Zum anderen kann dies durch Engpässe in der Lieferung geschehen, beispielsweise durch Streiks von Minenarbeitern. Durch die langfristige Reduzierung bzw. den kompletten Rückgang der Förderung könnte der Goldpreis in den nächsten Jahren rapide ansteigen. Für Anleger könnte es deshalb von Vorteil sein, jetzt Gold zu kaufen.