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Verschollene Goldschätze – Was tun mit gefundenem Gold und Silber?

Altes Gold – das macht seinen Wert aus

Es war der archäologische Fund des Jahres 2015. Am 27. November hatte ein Team von internationalen Forschern vor der Küste der kolumbianischen Stadt Cartagena das Wrack der spanischen Galeone San Jose entdeckt. Diese war im Jahr 1708 bei einer Seeschlacht gesunken – mit vielen Tonnen Gold- und Silbermünzen sowie Smaragden aus Panama an Bord. Heute wird der Wert der Ladung auf bis zu 17 Milliarden US-Dollar geschätzt. Doch noch ist das San Jose Wrack nicht geborgen, denn neben Kolumbien erhebt vor allem auch Spanien Anspruch auf den Goldschatz. Immerhin segelte die San Jose einst unter spanischer Flagge. Ob das Wrack jedoch wirklich die erhofften Schätze beherbergt, ist unklar, denn bislang tauchten lediglich Bilder auf, auf denen Tongefäße und Kanonenrohre zu sehen sind. Der kolumbianische Präsident hat auf jeden Fall schon Pläne für den Goldschatz. Er möchte ein neues Museum in Cartagena errichten, in welchem der Fund ausgestellt werden soll.

Das macht den Wert des spanischen Schatzes aus

Der Wert des Schatzes der San Jose setzt sich vor allem aus zwei Faktoren zusammen. Zum einen besitzt er einen hohen Materialwert. Der Schatz besteht überwiegend aus Gold- und Silbermünzen. Die Edelmetalle haben an sich schon einen sehr hohen Wert. Hinzu kommen die zahlreiche Edelsteine, die das Schiff geladen hatte. Zum anderen sind die Münzen aber auch aufgrund ihres Alters und ihrer Herkunft sehr wertvoll. Dadurch besitzen sie nämlich einen hohen Sammlerwert. Welcher Münzsammler besäße nicht gerne eine Münze aus dem Rumpf des berühmten San Jose Wracks?

Wie geht man mit altem Gold um?

Wer als Laienschatzsucher oder beim Gartenumgraben auf einen Schatz, wie beispielsweise alte Goldmünzen, stößt, sollte dies unbedingt den zuständigen Behörden melden. Sonst besteht die Gefahr, dass sich der Finder strafbar macht. Die Gesetzgebung ist hier jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Üblicherweise gilt das sogenannte Schatzregal. Das bedeutet, dass herrenlose archäologische Funde an den Staat überführt werden müssen. Je nach Bundesland darf der Finder jedoch mit einem angemessenen Finderlohn rechnen. Bayern ist heute das einzige Bundesland, in dem sich die Gesetzgebung maßgeblich von der der anderen Bundesländer unterscheidet. Hier gilt die sogenannte Hadrianische Teilung. Nach dieser steht der Fund zur Hälfte dem Finder und zur Hälfte dem Grundstückseigentümer zu. Gelangt man auf diese Weise an eine Goldmünze, sollte man sie von einem fachkundigen Experten untersuchen lassen. Nur dieser kann den genauen Wert einer Münze einschätzen.

Welche verschollenen Schätze warten noch darauf gefunden zu werden?

Nach dem Fund des San Jose Wracks begeben sich viele Hobbyschatzsucher auf die Suche nach verschollenen Schätzen. Alleine in den Ozeanen der Erden vermuten Experten Gold- und Silberschätze in Milliardenhöhe. Doch auch an Land gibt es immer wieder Gerüchte über verschollene Schätze. Jüngst machten zwei Hobbyforscher auf sich aufmerksam, als sie bekanntgaben, dass sie in Polen einen geheimen Zug der Nazis lokalisiert haben, der Gold und Silber geladen haben soll. Einen Silberschatz entdeckten Kletterer im Mai 2016 in der sächsischen Schweiz, als sie während einer Klettertour auf ein Versteck mit etwa 1.000 Silbermünzen stießen.

 Doch auch zu Hause schlummern oft ungeahnte Schätze. Beim Entrümpeln werden immer wieder kleine Schätze gefunden. Das müssen nicht unbedingt alte Münzen oder Barren sein, auch Schmuck oder andere Gegenstände aus Gold oder Silber werden immer wieder auf dem Dachboden entdeckt. Wer sein altes Gold verkaufen möchte, sollte auf jeden Fall zu einem zertifizierten Goldhändler gehen. Nur hier kann man sich sicher sein, dass man einen fairen Preis für seinen gefundenen Schatz bekommt.